8 Tipps für einen gelungenen Corporate Blog Post

8 Tipps für einen gelungenen Corporate Blog Post

 

1 – Der unmittelbare Einstieg – Titel und Einstiegssatz

Schon der Titel sollte klar definieren, worum es geht, und auch als Teaser dienen, warum ein Einzelner den Beitrag lesen sollte (oder auch nicht). Hier ein Beispiel zum Thema Digitale Transformation.

Titel: Organisatorische Herausforderungen der digitalen Transformation

Einstiegssatz: “Die Digitalisierung stellt Unternehmen zunehmend vor neue Herausforderungen, die auch organisatorisch gemeistert werden müssen.”

Und so würde ich es empfehlen:

Titel: Warum haben wir Angst vor den Veränderungen der digitalen Transformation?

Einstiegssatz: “Jeder weiss es, aber keiner gibt es zu: Veränderungen sind anstrengend und wir haben keine Lust darauf. Doch wie sähe Deine Welt aus, wenn Veränderungen plötzlich zum Alltag gehören?”

 

2 – Inform, Educate, Entertain

Ein Blogbeitrag sollte mindestens zwei dieser Funktionen erfüllen – und gerade mehr als nur Unterhaltung sein.

 

3 – Reader vs Scanner

Du wirst immer zwei Sorten von Lesern haben. Zum einen solche Leser, die einen Artikel von Anfang bis Ende brav durchlesen, und zum anderen die berüchtigten Scanner. Letztere scrollen einen Artikel lässig mit ihrem Daumen auf dem Mobile und picken sich gezielt Informationen raus.

Du schreibst immer für Beide. Benutze daher Sub-Headlines, dessen Details dann im weiteren Fliesstext ausgeführt werden.

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4 – Eine Reihe von Blogs sagt mehr als 1000 Wörter

Tag und Nacht denkst Du an nichts anderes als die zauberhafte Welt der Internet der Dinge? Von all den faszinierenden Cases, Startups und auch Entwicklungen in Deinem Unternehmen? Und jetzt möchtest Du natürlich alles in einem Artikel verfassen?

Mach das nicht.

Überlege Dir lieber, wie Du daraus eine mehrteilige Reihe erstellst. Die Leser freuen sich auf die Fortsetzungen und werden nicht gleich erschlagen von Deiner Begeisterung.

 

5 – Sprich wie der Schnabel Dir gewachsen ist

“Aufgrund grosser Interdependenzen in starren Konzernstrukturen wächst der Anspruch nach umsetzbaren Kommunikationskanälen, die einen Dialog der beteiligten Parteien simplifizieren könnten. Dabei eignet sich die email nicht hinreichend und stellvertretend könnte unser Sharepoint Collab zur Effizienz beitragen.”

Hä? Was bitte?

Ach so, Du wolltest eigentlich folgendes zum Ausdruck bringen:

“In einem Konzern mit mehr als 20’000 Mitarbeitern wird viel und ständig miteinander kommuniziert. Warum nicht öfters chatten und auf unsere Collaboration Funktionen zurückgreifen statt bei jeder Kleinigkeit die Mailbox der Kollegen zu verstopfen?”

 

6 – Auftragen, Polieren

Keine Füllwörter. Keine Redundanzen. Maximal 480 Wörter.

Wann immer ich einen Blogpost verfasse, bin ich erst richtig zufrieden, wenn der finale Text keine 384 Wörter übersteigt. Diese Selbstrestriktion zwingt mich, auf Redundanzen und “Phrasen” wirklich zu verzichten und im Umkehrschluss einen möglichst griffigen Text zu verfassen.

Tatsächlich wirkt sich das so auch meistens auf den Textfluss aus. Lies diesen Abschnitt mal ohne die kursiven Wörter und urteile selbst!

Ein schöner Nebeneffekt: Die Sprache wirkt aktiv und verzichtet auf schwergängige Substantivierung.

Karate Kid

 

7 – Schreib Deine Meinung!

Als Experte berichtest Du über spannende Ereignisse und solltest unbedingt eine persönliche Note einfliessen lassen. Für alles andere gibt es aal-glatte Pressetexte.

 

8 – Schreib was Dein Herz begehrt.

Ganz gleich welches Thema Du wählst: Schreib in diesem Rahmen über das, wofür Du am meisten brennst. Den Anspruch der Vollständigkeit wirst Du niemals gerecht und es behindert Dein Story Telling. Verweise lieber auf weiterführende Bücher oder Artikel für den besonders interessierten Leser.

 

Und zum Schluss ein Buchtipp:

Einfach fantastisch und empfehlenswert.

Ann Handley

 

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